Schwester M. Philomena Hoffmann

Am 9. Februar ernannte Herr Gerhard Martin, Bürgermeister von Uder, auf Anregung von Ehrengemeinderat Herrn Johannes Schmidt und mit einstimmigen Beschluss des Gemeinderates, Sr. M. Philomena Hoffmann zur Ehrenbürgerin der Gemeinde Uder. Eine Urkunde, die dies bezeugt, und ein Scheck „für gute Zwecke“, wurden ihr an ihrem jetzigen Wohnort in Berlin im Provinzhaus der Schwestern von der hl. Elisabeth übergeben. Die stellvertretende Bürgermeisterin Frau Petra Stubenitzky überreichte einen Präsentkorb mit Eichsfelder Wurstspezialitäten.

Von Oktober 1953 bis Januar 1991 war Schwester M. Philomena als Seelsorgehelferin in Uder.  Johannes Schmidt (* 1953) sagt von ihr: „Sie sind für mich immer die ‚liebe Schwester Philomena‘, die damals, vor allem in kirchlichen Räumen und in der Pfarrgemeinde überall zu finden war, ob Religionsunterricht, Seelsorge, Küsterdienst, Schola, Kommunionvorbereitung, Kleinkindstunde  oder Glaubensstunde und, und, und … kurz gesagt sie waren das ‚Mädchen für alles‘. Ohne großes Aufsehen, ohne Politik zu machen, aber mit Ruhe und Liebe taten Sie beharrlich ihren Dienst an den Menschen.  …. Sie haben den heranwachsenden DDR-Kindern und –Jugendlichen christlich-humanistische Werte vermittelt, ihnen vorgelebt, und sie nachhaltig positiv geprägt. Diese Nachhaltigkeit wirkt fort, auch, wenn Sie Uder schon vor 28 Jahren verlassen haben!“

Bürgermeister Gerhard Martin beginnt in seine Rede über Sr. M. Philomena mit einem Zitat von Thomas von Kempen das ihm zur Persönlichkeit von Sr. M. Philomena eingefallen ist: ‚Wer sich weder durch Lob verführen, noch durch Tadel in Verwirrung bringen lässt, besitzt großen Herzensfrieden‘. Und er führt weiter aus: „Genau dieses In – sich – Ruhen, diesen inneren Kompass und ein großes Maß an Selbstbewusstsein war sicherlich Ihre Antriebskraft und muss Sie, liebe Schwester Philomena, ausgezeichnet haben. Es zeugt von großer Reife, sehr großer Lebenserfahrung und der Gabe, sich den jeweiligen Situationen anzupassen, aber  nicht unterkriegen zu lassen."

Der Konvent der Schwestern von der heiligen Elisabeth und alle Eichfelder Gäste feierten mit Sr. M. Philomena bei einem Gläschen Sekt, Bohnen- und Kartoffeleintopf und dem wunderbaren mitgebrachten Eichsfelder Schmandkuchen.

Schwester M. Philomena zeigte sich bewegt und von Herzen dankbar. Sie wünscht allen Menschen in Uder reichen Segen.